Geschichte

1908

Die Sportler Bächtle und Messer, beide aus Heilbronn stammend und in Bissingen arbeitend, begeistern eine Anzahl junger Einheimischer für die für damalige Zeiten in der kleinen Landgemeinde Bissingen/Enz unbekannte, neue Sportart Fußball. Nach einigen sportlichen Zusammentreffen gründen im Jahre 1908 14 junge Männer den „Fußballclub Viktoria Bissingen“. Zum 1. Vorsitzenden wird der damals 17-jährige Hermann Weil gewählt. Gespielt wird auf einem unebenen Gelände bei der Friedenseiche (nahe dem heutigen Ausflugslokal Schellenhof in Bissingen). Die Trikotfarbe ist blau-rot, und die Torstangen müssen durch den Flecken zum Spielfeld hingetragen werden.

1909/10        

Die Mitgliederzahl steigt stetig an (über 45 Mitglieder), und neben Fußball nimmt auch der Leichtathletikbetrieb zu. Ebenso steigt die Anzahl der Feste und Feiern sowie die Teilnahme an Sportveranstaltungen benachbarter Vereine.

1913

Beitritt zum Arbeiterturnerbund.

1914-18

Vorläufiges Ende für den Bissinger Fußball durch den 1. Weltkrieg. Viele Sportkameraden kehren nicht mehr aus dem Krieg zurück.

1919

Wiederaufnahme des Spielbetriebs und Fusion mit der Sportvereinigung Bissingen.

1920/21

Ein neuer Platz am Bruchwald wird fertiggestellt. Der erste Gegner auf dem neuen Spielfeld an der Ziegelbergstraße ist der Stuttgarter Sportclub. Die 1. Mannschaft spielt in der B-Klasse.

1924

Zugehörigkeit zum Arbeiter-, Turn- und Sportbund.

1928

Die 1928 erbaute Liederhalle wird als Umkleideraum verwendet. Begleitet vom Musikverein, laufen die Spieler zum Platz.

1933

Zwangsläufige Auflösung der Sportvereinigung durch die neuen politischen Machthaber.

1934

Die Fußballabteilung schließt sich dem Turnverein an und wird Mitglied im Süddeutschen Fußball-Verband.

1935/36

Die 1. Mannschaft wird Meister und steigt in die A-Klasse auf.

1939-45

Im 2. Weltkrieg wird der Turnverein aufgelöst, was ein vorzeitiges Ende des Spielbetriebs zur Folge hat. Durch Einberufungen und letztendlich durch den Tod vieler Kameraden sind die Mannschaften stark dezimiert.

1945

Im Herbst nimmt die Sportvereinigung den Spielbetrieb wieder auf. Auf Anhieb Aufstieg in die Bezirksklasse, doch in der Folgesaison folgt bereits wieder der Abstieg.

1947/48

Erneuter Aufstieg in die Bezirksklasse. Der Fußball in Bissingen "boomt".

1949/50

Die Fußballer trennen sich von der Sportvereinigung und gründen am 5. Januar 1950 einen eigenen Verein, den Fußballsportverein 08 Bissingen/Enz e. V. 105 Mitglieder nehmen an der Gründungsversammlung teil und stimmen mit gut 95 Prozent dem Vorhaben zu. Erhard Haecker, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Grotz in Bissingen, wird der erste Vorsitzende des FSV 08 Bissingen.

1952

Aufstieg der 1. Mannschaft in die II. Amateurliga, Gruppe 2.

1954

Einweihung der neuen Platzanlage "Am Bruchwald" im Juni. Das Vereinsmitteilungsblatt erscheint erstmals.

1955/56

Versetzung des Vereins ohne Zustimmung in die sehr spielstarke II. Amateurliga, Gruppe 1.

1958

Fünfzigjähriges Jubiläum wird in großem Rahmen im Liederkranzhaus in Bissingen gefeiert.

1960

Einweihung des neuen, selbst erbauten Club- und Jugendheims, das einen neuen Abschnitt in der Vereinshistorie bedeutet und als Grundlage für diverse Festlichkeiten und Veranstaltungen dient.

1963

Die 08-Junioren werden württembergischer Pokalsieger. Damals eine kleine Sensation angesichts der großen Vereine.

1965/66

Die 1.Mannschaft belegt nach Abschluss der Verbandsrunde den 3. Platz in der II. Amateurliga, Gruppe 1, was als großer Erfolg gewertet wird.

1966

Anerkennungspreis des Württembergischen Fußballverbandes für gute Jugendarbeit.

1967

Die Alten Herren (AH) werden Staffelmeister und gewinnen den Bezirkspokal der Senioren.

1968

Walter Nolle übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Erhard Haecker.

 

Die Alten Herren (AH) werden Staffelmeister und gewinnen den Bezirkspokal der Senioren.

1969

Die Alten Herren (AH) werden Staffelmeister und gewinnen den Bezirkspokal der Senioren.

 

Anläßlich des 20-jährigen Bestehens der DDR spielen zwei Mannschaften in Pulsnitz/Dresden und Leipzig.

1970-73

Anerkennungspreis des Württembergischen Fußballverbandes für gute Jugendarbeit.

1975

Umbau des Vereins- und Jugendheims. Das Clubheim wird verpachtet. Der erste Pächter ist die Familie Gall.
Endspiel der 08-B-Jugend um die Württembergische Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart.

1977

Die Turner-Abteilung “ Jedermänner “wird ins Leben gerufen.


Erste Gehversuche im Frauenfußball. Die Nullachterinnen nehmen an Hallenturnieren teil.

1978

Das Unternehmen Frauenfußball scheitert an einem zu schwach besetzten Kader.

1979

Tod von Erhard Haecker, 1. Vorsitzender von 1950 bis 1968 und Ehrenvorsitzender.

1983

75-jähriges Jubiläum. Beim Festakt im Liederkranzhaus hält Ministerpräsident Lothar Späth eine Rede.


75-jähriges Jubiläum. Als Highlight der Festlichkeiten tritt die 1. Mannschaft vor über 4.000 Zuschauern gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart an.


Bei der 33. Jahreshauptversammlung beträgt der Vereinsumsatz 137.000.- DM; im Vergleich dazu 1951: 2.846,20 DM.
Verleihung einer Auszeichnung der Sepp-Herberger-Stiftung für hervorragende Jugendarbeit.

1985

Neugründung der Frauen-Mannschaft.

1986/87

Die Frauen-Mannschaft nimmt am Spielbetrieb der Kreisliga Enz-Murr teil und wird auf Anhieb Sechster.

1988

Die Frauen-Mannschaft startet gut in die neue Saison und belegt in der Vorrunde der Zehnerliga Platz sechs.

1989

Walter Christ übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Walter Nolle.


Erneute Auflösung der Frauen-Mannschaft wegen Spielermangels.


Walter Nolle wird Ehrenvorsitzender.

1991

Einweihung des neu umgestalteten Sportplatzes. Die Uwe-Seeler-Portas-Elf tritt gegen die 1. Mannschaft der Männer an.

1994

Walter Christ schafft Kontakte nach Brasilien und ermöglicht eine für alle Beteiligten unvergessene Reise durch Süd-Brasilien

1995

Die 1. Mannschaft der Männer wird Meister der Kreisliga A, Staffel III, und steigt in die Bezirksliga auf.


Im Vereins- und Jugendheim werden Renovierungen notwendig. Die rund 35 Jahre alte Heizungsanlage wird durch eine moderne Gas-Zentralheizung ersetzt.

2000

Die 1. Mannschaft der Männer wird Meister der Kreisliga A, Staffel III, und steigt in die Bezirksliga auf.

2001

Im Vereins- und Jugendheim werden weitere Renovierungen notwendig. Die Toilettenanlagen werden in Eigenregie komplett erneuert.


Achim Silcher übernimmt das Amt des 1. Vorsitzenden von Walter Christ.

2002

Der Verein erhält von der Robert-Bosch-Stiftung eine Ehrenurkunde für die erstklassige Partnerschaft mit dem FC Sucy-en-Brie (Frankreich).


Im Vereins- und Jugendheim werden weitere Renovierungen notwendig. Eine neue Theke und Schankanlage werden eingebaut.

2003

Die 2. Mannschaft der Männer wird Meister der Kreisliga C und steigt in die Kreisliga B auf.


Am 24. September startet die Internetpräsentation.


Dezember. Der FSV 08 Bissingen erhält vom Stadtverband für Sport Bietigheim-Bissingen den Förderpreis für vorbildliche Jugendarbeit.

2004

Die 1. Männer-Mannschaft wird souveräner Bezirksmeister und steigt in die Landesliga auf. Im Endspiel um den Württembergischen Verbandspokal unterliegen die Nullachter dem Regionalligisten VfR Aalen. Die Saison 2003/04 ist sportlich gesehen eine der erfolgreichsten Spielzeiten.

2005

Oberbürgermeister Jürgen Kessing zeichnet bei der Sportlerehrung der Stadt Bietigheim-Bissingen die „Erste“ der Männer zur „Mannschaft des Jahres“ aus.


Die Turngruppe "SportsKids" für Vorschulkinder zwischen drei und sechs Jahren wird ins Leben gerufen.


Die 1. Mannschaft der Männer wird in ihrer ersten Saison in der Landesliga Vizemeister und verpasst erst im dritten Relegationsspiel gegen den VfL Kirchheim/Teck den Aufstieg in die Verbandsliga Württemberg.


Im Juli wird am Bruchwald der 1. Bietigheimer-Zeitung-Frauen-Cup veranstaltet. Unter anderem nehmen der Bundesligist und erster Gewinner des BZ-Frauen-Cup SC Freiburg sowie der FC Bayern München II teil.
Im Oktober folgt der dritte Anlauf in Sachen Mädchen- und Frauenfußball am Bruchwald.

2006

Die 1. Mannschaft der Männer wird vorzeitig Meister der Landesliga und steigt zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Verbandsliga Württemberg auf, die höchste Spielklasse in Württemberg.


Im August findet der 2. Bietigheimer-Zeitung-Frauen-Cup am Bruchwald statt.

2007

Die 2. Mannschaft der Männer wird Meister der Kreisliga A und steigt in die Bezirksliga auf.


Die 1. Mannschaft der Männer schafft den Klassenerhalt in der Verbandsliga Württemberg.


Ihre erste Saison schließt die im Sommer 2006 gegründete Frauen-Mannschaft auf dem fünften Tabellenplatz der Bezirksliga 3 Unterland ab.


Im Juli heißt der Sieger des 3. Bietigheimer-Zeitung-Frauen-Cup VfL Sindelfingen.

2008

Am 24. Februar findet die Jubiläums Matinee "100 Jahre Fußball in Bissingen" im Liederkranzhaus statt. Der Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) MdB Eberhard Gienger, der Präsident des Württembergischen Fußball-Verbandes Herbert Rösch und Oberbürgermeister Jürgen Kessing gratulieren.

 

Die 1. Mannschaft der Männer schafft den Klassenerhalt in der Verbandsliga Württemberg und geht in die dritte Spielzeit.


Die 2. Mannschaft der Männer steigt nach nur einem Jahr Zugehörigkeit aus der Bezirksliga Enz-Murr ab.

Die 1. Mannschaft der Frauen beendet eine durchwachsene Saison in der Bezirksliga 3 Unterland auf dem insgesamt enttäuschenden sechsten Platz.


Am 5. Juni findet der Spatenstich für den Neu- und Umbau des Vereins- und Jugendheimes statt. Oberbürgermeister Jürgen Kessing, Sportkreispräsident Matthias Müller und Architekt Matthias Freudenberger wünschen dem FSV 08 Bissingen bei seinem Großprojekt alles Gute und unfallfreies Bauen.


Im Juni findet am Sportgelände die Jubiläumswoche statt. Von Donnerstag bis Sonntag wird gespielt und gefeiert. Höhepunkt ist am Samstag das Ehemaligen-Treffen mit hunderten Besuchern und abschließendem Brillant-Feuerwerk.

2009

Am 27. März wird das Richtfest für den Neu- und Umbau mit rund 60 Gästen gefeiert. Zimmerermeister Uwe Zirpins hält den Richtspruch.


Im Mai ist die Sanierung des 18 Jahre alten kleinen Kunstrasenplatzes abgeschlossen. Die Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen hat ein neues modernes Kunstrasenspielfeld erstellt.


Die 1. Mannschaft der Männer wird Vizemeister der Verbandsliga Württemberg. In der Relegation zum Aufstieg in die Oberliag Baden-Württemberg scheitert die Mannschaft an der TSG Weinheim. Beide Spiele verfolgen 3.700 Zuschauer.

Die 1. Mannschaft der Frauen belegt in der sehr starken, 13 Teams umfassenden Bezirksliga 5 Platz acht.


Im Juni ist die Sanierung des 18 Jahre alten großen Kunstrasenplatzes abgeschlossen. Die Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen hat ein neues modernes Kunstrasenspielfeld erstellt.

2010

Der FSV 08 erhält eine neue Satzung. Achim Silcher wird nach neun Jahren als erster Vorsitzender verabschiedet. Ein Quintett leitet künftig Geschicke des Vereins: Horst Bangert, Bernd Dambacher, Dr. Sabine Dettling, Rolf Knorr und Rigo Mayer. 

Die Frauen werden Meister der Bezirksliga 4 und steigen in die Regionenliga auf - ein historisches Ereignis, denn noch nie hat eine Bietigheim-Bissinger Frauenmannschaft im Fußball eine Meisterschaft errungen.

Am Ende einer verkorksten Saison landet die 1. Mannschaft der Männer auf Platz sechs der Verbandsliga Württemberg.

Die 2. Mannschaft der Männer wird Sechster der Kreisliga A3.

2011 Die 1. Mannschaft wird Vizemeister in der Verbandsliga und scheitert in der Relegation knapp an der TSG Weinheim.
2012 Die 1. Mannschaft steigt als Vizemeister über die Relegation in die höchste baden-württembergische Spielklasse, die Oberliga Baden-Württemberg, auf. Das bedeutet die höchste Spielklasse seit bestehen des Vereins.
2013

Die Aufstiegsmannschaft in die Oberliga Baden-Württemberg wird im Januar 2013 zur "Mannschaft des Jahres" in Bietigheim-Bissingen gewählt.

Die 1. Mannschaft steigt nach einem unbefriedigendem Jahr in der Oberliga Baden-Württemberg wieder in die Verbandsliga ab. Alfonso Garcia kehrt zur neuen Verbandsligasaison 2013/2014 als Trainer der 1. Mannschaft an den Bissinger Bruchwald zurück.

Walter Christ beendet seine Tätigkeit als Vorsitzender des Fördervereins. Zu seinem Nachfolger wird Rolf Krämer gewählt.

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